Hochbeete selbstgemacht

12 Mai 2016

Anstelle eines herkömmlichen Flachbeetes kommt in den heimischen Gärten immer häufiger ein Hochbeet zum Einsatz. Neben dem optischen Charme ist es vor allem eine willkommene Entlastung für die Wirbelsäule, wenn man das Pflanzen, Bewirtschaften und Ernten bequem im Stehen erledigen kann. Das Anlegen eines Hochbeetes muss nicht teuer sein, und selbst wenig geübte Hobbyhandwerker und -gärtner schaffen das in der Regel problemlos. Auch müssen die Beete nicht immer rechteckig und aus schlichten Holzplanken gebaut werden. Als Baustoffe können anstelle von Holz auch Stein, Kunststoff oder Metall verwendet werden oder kreative Hochbeetideen – wie alte Wasserfässer, Betonschachtringe und Konstruktionen aus Paletten oder Rasengittersteinen – umgesetzt werden.

Es gibt viele verschiedene Materialien, aus denen du dein Hochbeet zaubern kannst. Optik, Preis, Lebensdauer und Handlichkeit sind dabei sehr von dem verwendeten Material abhängig.

 

Hochbeet Materialarten:

Hochbeet aus Holz

Um ein Hochbeet aus Holz zu bauen, braucht es je nach Bedarf 2,5 bis 5 cm dicke Holzlatten für die Seitenwände sowie Kanthölzer oder Pfosten für die Stabilisierung. Außerdem benötigst du Teichfolie und Kaninchengitter sowie Holzschutzfarben, Schrauben und entsprechendes Werkzeug. Hochbeete aus einfachem Kiefernholz sind preisgünstig, weisen aber lediglich eine Lebenszeit von wenigen Jahren auf. Etwas teurer, aber auch von größerer Haltbarkeit und Eleganz, sind hingegen Holz-Konstruktionen aus massiver Lärche.

Hochbeet aus Holz

 

Hochbeet aus Metall

Hochbeete aus Metall sind etwas teurer, dafür aber witterungsbeständig und sehr lange haltbar. Allerdings verzögert Metall den Verrottungsprozess im Beet während der kalten Monate, aufgrund dessen, dass es ein exzellenter Wärme- und Kälteleiter ist. Wenn du aber Wert auf eine dauerhafte, moderne Einrichtung deines Gartens legst, sind selbstgebaute Hochbeete aus Edelstahl, Aluminium oder Edelrost genau das Richtige.

 

 

Hochbeet Metall

© Hochbeet Manufactum Herstera

 

Wenn das Hochbeet nicht nur aus Metall besteht, sondern andere Elemente wie Steine beinhaltet, können auch ohne viel Geld schöne Kreationen entstehen.

Hochbeet aus Metall und Steinen

 

Hochbeet aus (Ziegel-)Steinen

Soll dein Hochbeet aus Steinen gebaut sein, mauerst du den Rahmen bis auf die gewünschte Höhe. Dabei solltest du zunächst für ein solides Fundament aus Kies sorgen und dann am besten mit einer Reihe Mauersteine beginnen. Darauf schichtest du dann die Ziegelsteine und den Mörtel. Den oberen Teil kannst du nach Belieben verkleiden.

Hochbeet aus Ziegelsteinen

Die Steine, die du verwenden kannst, unterscheiden sich natürlich bezüglich Preis, Funktion, Haltbarkeit und Aufbau.

 

Neben diesen genannten gibt es natürlich noch zahlreiche individuelle und ausgefallene Hochbeete zum Selbermachen, wie z.B aus alten Paletten oder Fässern:

Hochbeet aus Paletten

bernhardantes.com

Hochbeet aus Weinfaß

hochbeetfreunde.de

 

Bevor du allerdings los legst und dir ein Hochbeet selber baust, solltet du ein paar Punkte bedenken:

  • Die Arbeitshöhe des Hochbeets sollte ähnlich einer Küchenarbeitsplatte 90 cm oder 60 cm für das Gärtnern im Sitzen betragen.
  • Ein Hochbeet sollte nicht breiter als 120 Zentimeter sein, um auch in der Mitte des Beetes bequem arbeiten zu können.
  • Wer ein Hochbeet mit mehr als zwei Metern Länge bauen möchte, sollte in regelmäßigem Abstand und je nach Länge seitlich stabilisierende Pfosten setzen.
  • Die Beete sollten in Nord-Süd-Ausrichtung angelegt werden, mit den kurzen Seiten Richtung Osten und Westen, um das Sonnenlicht bestens auszunutzen.
  • Beetkonstruktionen können entweder direkt auf dem Erdboden errichtet werden, oder einen eigenen Boden besitzen.

Welche Vorteile dir ein Hochbeet bringt liest du im Blogartikel „Endlich Zeit für ein Hochbeet!“ und wie du das Hochbeet befüllen kannst hier.