Rasenreparatur im Frühling

21 März 2016

Die Tage werden wieder länger, die Temperaturen steigen und so juckt es manchen Hobby-Gärtner schon im grünen Daumen. Mit der Frühlingssonne kommt zugleich auch der richtige Zeitpunkt, um dem Rasen ein Pflegeprogramm zu gönnen. Nur so kann man sicher sein, auch in diesem Jahr wieder ein gepflegtes Grün zu erhalten. Die starke Beanspruchung des Rasens während des Winters hat ihre Spuren hinterlassen. Besonders durch Frost und Schnee haben sich kahle Stellen, braune Flecken oder Moosflächen gebildet und das Gras wächst häufig nicht mehr gleichmäßig. Und so muss nach den Monaten der Winterruhe dem Rasen ein wenig auf die Sprünge geholfen werden.

Rasen

Der richtige Zeitpunkt für die Nachsaat:

Die Wahl des richtigen Zeitpunkts ist bei der Nachsaat von entscheidender Bedeutung, um in den Sommermonaten wieder eine dichte und gleichmäßige Rasenfläche zu besitzen. Ideal geeignet ist der Zeitraum zwischen Mitte März und Mitte Mai unter Berücksichtigung des Wetters. Die Aussaat der Rasensamen sollte erst dann erfolgen, wenn der Boden über einen Zeitraum von zwei Wochen dauerhaft eine Temperatur von mindestens zehn Grad Celsius hat und keine heftigen Niederschläge bevor stehen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Grassamen optimale Wachstumsbedingungen vorfinden.

Vorbereitung auf die Rasenreparatur:

Bevor mit der Rasenpflege und -reparatur begonnen werden kann, müssen die Laubreste entfernt werden. Denn wenn im Winter das Laub auf dem Rasen liegen geblieben ist, wird der Rasen schlecht belüftet und das könnte zur Ausbreitung von Krankheiten und Pilzen führen.

Es empfiehlt sich vor dem Aussäen des Rasensamens den Rasen möglichst auf eine Höhe von etwa zwei bis drei Zentimeter zu mähen. Achte darauf, dass das Schnittgut vollständig entfernt und die Rasenfläche nach dem Mähen gründlich vertikutiert wird. Denn nur so erhält das Rasensaatgut ausreichend Sonnenlicht und Nährstoffe. Die Graswurzeln erhalten mehr Sauerstoff und die Rasenoberfläche wird in der Folge deutlich strapazierfähiger, grüner und dichter.

Tipps für die Rasennachsaat:

Nach dem Entfernen des Vertikutiergutes wird der Rasensamen gleichmäßig auf die betroffenen Stellen ausgebracht. Um ein einheitliches „Rasenbild“ zu erhalten, ist es von Vorteil, denselben Samen wie beim bestehenden Rasen zu verwenden. Etwa 40 bis 50 Gramm Rasensamen pro Quadratmeter auf die kahlen Stellen geben, mit etwas Erde oder Sand bedecken und mit Trittbrettern oder einem Schaufelrücken andrücken.

Die frisch gesäte Rasenfläche muss anschließend permanent feucht gehalten werden, um ein Vertrocknen des Keimlings zu verhindern. Die Reparaturstellen sollten in den nächsten drei bis vier Wochen nicht betreten werden und auch vor Tieren geschützt werden.

Das erste Mähen nach der Nachsaat ist erst bei acht bis zehn Zentimetern Wuchshöhe zu empfehlen. Hier sollte das Messer des Rasenmähers besonders scharf sein, da die jungen Rasenpflanzen sonst durch die stumpfen Schneidmesser leicht wieder herausgerissen werden.

Für die gesamte Rasenfläche gilt: Damit der Rasen wieder ordentlich grünt, ist es ratsam, mit einem Dünger nachzuhelfen. Mit einem Streuwagen gelingt die optimale Verteilung des Düngers und somit der Nährstoffe. Die neuen Saatstellen sollten allerdings von dieser ersten Düngung im Frühling ausgespart werden, um ein „Verbrennen“ zu verhindern. Welche Gartenarbeiten im Frühling noch möglich sind, erfährst du im Artikel „Gartenarbeit am Ende des Winters“.